Tango, Steak, Christin und Melanie – das kann nur Buenos Aires sein!

Auslandssemester in Buenos Aires

Montag, 26.10.2009 Cordoba - eine Reise, in der wir sogar über den Wolken geflogen sind!

Nach reichlicher Überlegung (nämlich nach genau 5 min) hatten wir uns Donnerstag Nachmittag dazu entschlossen, nach Cordoba zu fahren - eine Stadt ca. 800 Km von Buenos Aires entfernt. Gelegen kam uns dabei, dass unsere Vorlesung am Freitag Morgen ausgefallen ist  ;-) und unserem Trip daher nichts mehr im Wege stand. Somit ging es nach Spanischunterricht ,Packerei und einem einstündigen Abstecher ins Kilkenny, unserem Stamm-Pub um die Ecke, um 00:30 Richtung Bahnhof, wo der Bus auch schon auf uns wartete. Zum Thema Bus: Die Reisebusse in Argentinien unterscheiden sich massiv von denen in Europa. Für einen geringen Aufpreis kann man es sich im Bus auf einer ledernen Liege gemütlich machen, die man bis zu 180 Grad runterklappen kann. Inbegriffen sind weiterhin Abendessen und Frühstück, alkoholische und analkoholische Getränke - frei nach dem Motto "all-you-can-drink".

Das haben wir uns natürlich nicht zweimal sagen lassen und schon buchten wir die "teurere" Variante, die immerhin 10 € mehr kostete und ließen es uns gut gehen während der 8-stündigen Fahrt:

Angekommen in Cordoba ging es dann sofort zum Hostel, wo wir wirklich mit offenen Armen empfangen wurden. An dieser Stelle nochmal vielen lieben Dank an das Hostel "Morada" - tolle Leute und viele Freizeitangebote für die Gäste.

Unseren ersten Tag in Cordoba begannen wir mit einer Sightseeing-Tour im typisch argentinischen Turi-Bus ;-)

Nachdem wir uns auf diese Weise einen ersten Überblick über die Stadt verschaffen konnten, ging es nun zu Fuß auf Entdeckungstour. Dabei bekamen wir nicht nur tolle Denkmäler und andere schöne Sehenswürdigkeiten Cordobas von Nahem zu Gesicht,

sondern leider auch einige sehr hässliche, neumodische Plätze, deren architektonische Beschaffenheit uns nicht sehr beeindruckte:

Doch trotz zu Anfang noch unbeschreiblich schönem Wetter und bei knapp 33 Grad ließen wir es uns dennoch auf dem Bus gut gehen und tankten ein wenig Sonne:

Später jedoch wurden die 38 Grad bei prallender Sonne dann doch etwas zu viel. Wir gaben dennoch nicht auf und erkämpften uns den Weg durch Cordobas Hitze, um die Stadt besser kennenzulernen. Im Hostel gegen Abend angekommen trafen wir dann auf alle anderen Backpacker und bereiteten gemeinsam ein typisch argentinisches BBQ (Asado) vor. Während ein Hostelmitarbeiter gerade mit dem Krautsalat beschäftigt war und das dafür notwendige Kraut schnippelte, lies er verlauten, dass er zur Verfeinerung nur Senf vorgesehen hatte. Als sie das hörte, stellten sich bei Meli alle Nackenhaare auf, woraufhin sie darauf bestand, den Salat selbst zu machen. Der Hostek-Typ hatte nichts dagegen und wollte der Deutschen die Möglichkeit geben, sich zu beweisen. Meli fing somit an, sich an dem Salat zu vergehen, nahm jedoch anstatt von normalem Essig, aus Versehen Apfelessig in die Hand und schütete diesen in den Salat. Danach war er jedoch ungenießbar. Nachdem wir beide versuchten, das Dressing mit allen möglichen Zutaten, die die Hostelkücke hergab, zu retten und merkten, dass das leider wirklich nichts mehr wird, schnappten wir uns den Salat, und warfenihn in den Mül, um auch alle Beweise zu vernichten. Die Lösung: Es gab nie einen Salat!

Am nächsten Tag ging es gleich in der Früh nach "Villa General Belgrano", einem von Deutschen gegründeten Dorf in den Bergen der Provinz Cordobas zur der Zeit des 2. Weltkrieg. Großes Event ist jedes Jahr das Oktoberfest. Dies wird hier ähnlich wie in München bei uns in der Heimat mit viel Bier und deutschen Schlagern gefeiert, wohin auch jedes Jahr zehntausende Argentinier und Touristen kommen:

Nach Erkundung dieses sehr turistisch geprägten Dorfes machten wir uns auf, die Natur zu erkunden. Diese "Wanderung" endete jedoch abrupt nach ca. 30 Minuten, nachdem wir in circa 20 Meter Entfernung einen Mann mit etwa 10 Hunden und einem Gewehr in der Hand gesichtet hatten:

Nach einem Eis, was wir uns nach diesem anstrengenden Ausflug gegönnt haben, machten wir uns auf den Weg zum "Busterminal" von Villa General Belgrano und setzten uns in den Bus Richtung Cordoba, in dem außer uns Beiden kein anderer Passagier Platz nahm und wir somit freie Sitzauswahl hatten:

 

Spontan entschlossen wir uns dazu, am nächsten Tag ganz waagemutig zu sein und "Paraglyding" auszuprobieren. Folglich hieß es am Morgen gegen 8 Uhr aufstehen, umd auf den Anruf des Tandem-Profs zu warten, der Bescheid geben wollte, ob das Wetter passt. Dies tat er dann auch, woraufhin uns die Angestellte des Hostels sagte, dass wir in 15 Minuten am Busterminal Cordobas sein müssten, da der Bus dann abfahren würde. EIn weiteres Mal genervt von wieder einer typisch argentinischen Hau-Ruck-Aktion zogen wir uns schnell um und mussten ohne sich auch nur einmal in Richtung Badezimmer bewegt zu haben, das Hostel verlassen. Angekommen am Busbahnhof erfuhren wir zu unserer Erleichterung, dass der Bus erst in einer halben Stunde abfahren würde und wir somit genug Zeit zum Zähneputzen und Fertigmachen in der Bahnhofstoilette hätten.

Nach einer gut 2-stündigen Fahrt wurden wir in "La Cumbre", einem eher wenig aufregenden Dorf in den Gebirgen der Provinz Cordoba, von einem der Paraglyding-Leher in Empfang genommen. Dieser verkündete uns jedoch leider gleich, dass aufgrund zu starkem Wind das Fliegen zu diesem Zeitpunkt nicht möglich sei und wir uns gegen 16 Uhr dort wiedertreffen, da der Wind am Nachmittag meist ruhiger ist. Nicht gerade gut gelaunt nahmen wir einen weiteren Bus nach "Los Cocos", nur circa 15 Minuten entfernt und begaben uns dort in den doch in der Gegend relativ bekannten "Park".

Nicht nur grichische Skulpturen...

...und kitschige Blumenbeete zierten den Park, sondern auch ein Labyrinth, was natürlich sofort unser Interesse weckte. Nach zunächst abfälligen Bemerkungen unsererseits über dieses doch "lachhafte" labyrinth, begaben wir uns zu Zweit darein und kamen erst nach 45 Minuten wieder heraus, da der Weg aus dem Labyrinth anscheinend doch nicht ganz so leicht war, wie von uns angenommen.

Aufgabe: Sucht im unterstehenden Bild die Meli! (Sie ist auf jeden Fall da... Im nächsten Eintrag gibts die Auflösung. Lösungsvorschläge bitte über Kommentare)

Nach erfolgreicher Bezwingung des Labyrinths ging es zurück nach La Cumbre, wo wir dnan glücklicherweise schon vor verabredeter Zeit auf unseren Paraglyding-Lehrer traffen und uns sogleich zum "Flugplatz" mitnahm. Da wir beide keine Sportschuhe dabei hatten, machtesich Meli aufgrund ihrer ihr zu großen Ballerinas Sorgen, dass diese in der Luftvon ihren Füßen gleiten und somit in den Abgrund fallen könnten. Unser Leher hatte prompt eine Lösung: Melis Schuhe wurden einfach mit dickem Tesa-Film an ihre Füße geklebt,was in der nächsten Saison definitiv DER Modetrend Argentiniens wird:

Dann ging es auch schon in die Luft. Leider können wir euch dieses Gefühl nur mit einem Wort und vielen Bildern beschreiben: Unglaublich!!!

 

 

Christin mit ihrem Lehrer

Meli mit ihrem Lehrer

Wir beide waren danach unglaublich glücklich und haben das Lachen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen!

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