Tango, Steak, Christin und Melanie – das kann nur Buenos Aires sein!

Auslandssemester in Buenos Aires

Berichte von 09/2009

Dienstag, 29.09.2009 Schade, Frank

Tja, auch wir sind traurig und enttäuscht über das Ergebnis und daher am überlegen, ob es nicht besser wäre die nächste Wahlperiode abzuwarten und erst in 4 Jahren nach Deutschland zurückzukehren - wir stehen vor der Frage, ob wir lieber argentinisch-chaotisch regiert werden wollen oder mit sozialer Kälte...

Nun, wir haben es nicht kommen gesehen und daher frohen Mutes zur Wahlparty bei uns zu Hause eingeladen - und zwar zu Mittag um 12 (blöde Zeitverschiebung). Also wollten wir Samstag vernünftig sein und relativ früh zu Bett gehen. Naja wir sind erst in eine kubanische Salsa-Bar und dann (so gegen 2 Uhr) mal wieder im Kilkenny, unseren irischen Stamm-Pub versackt... (By the way: Ihr, die ihr in Deutschland wohnt: be careful! Wir haben erfahren, dass man in Deutschland nicht mehr unbehelligt auf der Straße laufen kann, weil es so viele Nazis gibt. Wunderbar welche freundliche Stimmung unsere Heimat im Ausland hervorruft!)

Also ging es pünktlich gegen 6 Uhr nach Hause, dann wurden noch schnell Kartoffeln gekocht und ab ins Bett. Bis wir dann um 10 Uhr (Nochmal herzlichen Dank an die Zeitverschiebung) munter und ausgeschlafen aus dem Bett gehüpft sind, um für unsere Gäste Kartoffelsalat und Buletten vorzubereiten. Nach einigen technischen Schwierigkeiten funktionierte dann auch der Livestream des ZDF:

Mit der ersten Prognose fiel dann jedoch die Hoffnung und auch die Partystimmung. Denn zu unserer Überraschung kam niemand in den Farben schwarz-gelb (Anmerkung der Redaktion: es herrschte Dresscode: Komme in den Farben deiner Wunschkoalition. Und die vorherrschende Farbe war eindeutig grün!) Nun ja, was blieb uns also übrig als nachmittags um 2 anzufangen zu trinken...

Danach ging es für uns beide und Hanka (mal wieder) in die kubanische Bar. Und das war auch genau das Richtige...

Das wars ertsmal wieder von uns, bis die Tage! 

P.S.: Und an alle in Deutschland: Passt die nächsten Wochen auf euch auf!!!

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Dienstag, 22.09.2009 Somos residentes!!!

Ja richtig -  das, was aussieht wie eine billige Kopie von irgendwas, ist unsere Aufenthaltsgenehmigung. Diese drei schlechtkopierten Blätter berechtigen uns bis zum 10. Februar 2010 in Argentinien zu bleiben.

Diesen Montag von 8-10 Uhr hatten wir unseren Termin bei der Immigrationsbehörde. Also ging es frisch und munter nach 4 Stunden Schlaf zum Treffpunkt. Hier müssen wir wieder ein ganz großes Lob an unsere Universität bzw. das International Office aussprechen - mal wieder perfekt organisiert: Jeder bekam seinen Umschlag mit sämtlichen Unterlagen in die Hand gedrückt, alles war bereits zusammengestellt und vollständig. Unsere Gruppe - ca. 50 überwiegend deutsche Austauschstudenten - waren die eizigen am Schlater für Nichtangehörige der MERCOSUR-Staaten. So zogen wir die Nummern 10 und 12 und waren bereits nach einer halben Stunde warten an der Reihe. Am Schalter durften dann interessante Fragen wie "Sie sind 20?" und "Sie sind aus Deutschland?" beantwortet  - das stand nur auf jedem Blatt, da ist es wichtig nochmal nachzuhaken - sowie geschätze 15 Unterschriften abgegeben werden. Dann mussten wir unsere 300 $ (etwas über 50 €) bezahlen und sollten zwischen 14 und 15 Uhr nochmal wiederkommen, um unser Visum in Empfang zu nehmen. Die Spannung stieg - müssen wir vielleicht schon morgen das Land verlassen, wenn unser Antrag nicht bewilligt würde? Doch bereits am Tag vorher wurden wir beruhigt - wir kämen ja nicht aus Paraguay!

Also machten wir uns um halb 2 wieder Richtung Beörde auf (zumindest bei wichtigen Sachen versuchen wir uns die deutsche Pünktlichkeit zu bewahren). Zusammen mit den anderen warteten wir auf einen Mitarbeiter, der die Namen vorlas. Melanie wurde in der Mitte aufgerufen, Christin wartete vergeblich auf ihren Namen. Und schon betraten Polizisten die Behörde... (Nein, nein, Spaß!). Nach 30 Minuten kam der nächste Stapel Visa und überraschenderweise war dann auch eine Christin Fieber dabei. Also ein weiteres Mal mehrmals unterschreiben, ein Daumenabdruck und schon hatten wir unseren Wisch in den Händen. Tja, lieber sollen die Argentinier kostenlos im Fernsehen Fußball gucken als dass ordentliche Visa ausgegeben werden!

Nun sind wir offiziell residentes, was für uns auch viele Vorteile hat. Der Hauptpunkt: billig reisen. Mit diesem Status können wir nun zum Beipsiel bei Flugreisen dieselben Tarife wie Argentinier in Anspruch nehmen, die ca. die Hälfte der Preise für Nichtargentinier sind. Also wann gehts ab nach Iguazu???

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Sonntag, 20.09.2009 Nuestro fin de semana!

So, damit ihr auch ein bisschen Wissen und Bildung mitnehmt, hier eine kurze Information über Jose de San Martin. Dieser Typ taucht hier nämlich überall auf und die aufmerksamen Menschen unter euch werden gemerkt haben, dass auch unsere Straße nach ihm benannt ist.

Reiterdenkmal

Grab in der Kathedrale von Bs. As.

San Martin war ein südamerikanischer Freiheitskämpfer und Revolutionär und hat Argentinien, Chile und Peru von den Spaniern befreit.

So, das wars zur Bildung. Was haben wir diese Woche also Schönes gemacht? Dienstag war der einzige Tag der Woche an dem richtig schönes Wetter war, und das haben wir auch genutzt. Zu erst sind wir in ein, wir gestehen zu unserer Scham in unser erstes, Museum gegangen. Also zahlten wir mit unserem deutschen Studentenausweis 6 $ Eintritt (knapp über einen Euro) und haben uns das Evita-Peron-Museum angeschaut. Das Museum war interessant und hat uns gefallen, war nur vielleicht etwas klein.

Eva (Evita) Peron

sportlich in High-Heels

Danach wollte wir in den japanischen Garten und dort Sushi essen. Die erste Aufgabe war somit also klar: Den Garten finden. Das gestaltete sich schwerer als gedacht, aber auf unserer Suche entdeckten wir eine sehr schöne Ecke von Buenos Aires:

 Im Garten angekommen, zahlten wir unsere 5 Peso Eintritt und betraten den zwar sehr schönen, aber ungemein winzigen Garten. Unsere zweite Aufgabe: Sushi essen, konnten wir nicht erfüllen, da das Restaurant - natürlich - geschlossen hatte. Also schauten wir uns das ganze an und verließen nach 20 Minuten diese Sehenswürdigkeit.

das ist keine Fototapete!

schwimmendes, lebendes Geld ähhh Koi

Danach nutzen wir die letzten Tage der deutschen Filmfestivals hier in Bs. As. und schauten uns den Film Berlin Calling an - nur zu empfehlen!!!

Den heutigen Samstag verbrachten wir dann größtenteils mit herumlaufen in der City. Zuerst besuchten wir EL ATENEO, ein Buchladen der in einem ehemaligen Theater untergebracht ist. Der Laden wurde sogar mal zum zweitschönsten Geschäft weltweit gekürt - wir wissen jetzt auch warum!

Danach ging es etwas ziellos durch die Stadt:

Parlament

irgendein ganz schönes Gebäude

der Obelisk- Wahrzeichen von Bs. As. Der steht auf der Avenida 9 de Julio - die breiteste Straße der Welt

Am Sonntag haben wir uns dann auf den Weg nach San Telmo gemacht - leider etwas zu spät sodass die Stände auf dem markt schon abgebaut wurden. Was nichts heißt, dass es langweilig wird! Die Straßen sind voll von Menschen und Musik, auf der Straße wird weiter verkauft und die Geschäft sind größtenteils geöffnet.

Und dann entdeckten wir auf einem Bücherstand ein ganz besonderes Buch:

Dieses Buch gibt es nicht nur auf Flohmärkten zu kaufen, eine Freundin hat es bereits an einem normalen Kiosk gesehen. Unsere argentinsischen Freunde waren auch außerordentlch überrascht, dass "Mein Kampf" in Deutschland verboten ist.

So, das war unser Wochenende, jetzt sied ihr wieder auf dem neustens Stand!

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Freitag, 18.09.2009 Sach- und Lachgeschichten

Jetzt ist es hier abends und wir sind wieder in der Lage zu schreiben. Letzte Nacht war heftig, mit Wein und Wodka sowie einem sehr, sagen wir interessanten Trinkspiel... Und dann stand heute Morgen (so gegen 1 Uhr... ;-) ) auch noch unser Vermieter vor der Tür... (wir haben natürlich in der Nacht / am Morgen nicht noch aufgeräumt...)

 Nachdem wir nun schon seit über einem Monat in unserer Wohnung leben, haben wir es auch schon geschafft, unsere genaue Adresse herauszufinden:

 Melanie Bathe oder Christin Fieber oder beide

San Martin 945 7/52

1004 Buenos Aires Capital Federal

Argentina

 Ach, und noch eine kurze Erinnerung: Unsere Geburtstage sind der 30.09 bzw. der 06.10.! Päckchen und Präsente sind immer gerne gesehen ;-)

 Und damit ihr nicht immer nur das langweilige Zeug lesen müsst, hier einfach ganz ungeordnet was uns so aufgefallen ist:

In Deutschland aufgrund umfangreicher Copyright-Bestimmungen unmöglich: rund um die Universität gibt es geschätzte 10 Copyshops, die einem KOPIEN der benötigten Lehrbücher zu einem Spotpreis anbieten. Dafür ist es nicht nötig, das Buch erst aus der Bibliothek auszuleihen - nein - die sind natürlich vorrätig vorhanden.

Die Entdeckung der Langsamkeit: Einkaufen gehen entwickelt sich hier oftmals zu einer Geduldsprobe. Die Kassierer ziehen in einer Seelenruhe (auch in Anbetracht langer Schlangen) die Artikel über den Scanner, wobei zwischendurch immer Zeit ist für ein kleines Schwätzchen mit Freunden. Selbstverständlich ohne dabei weiterzuarbeiten!

In Argentinien isst man Fleisch - nur Fleisch. Gemüsebeilagen sind nur sehr selten anzutreffen und auch Kartoffelprodukte sind eher unterrepräsentiert. Dazu wird das Fleisch in der Regel ungewürzt (also auch ohne Salz / Pfeffer) zubereitet. Das heißt für uns - Nachwürzen!

U-Bahn-Fahren bedeutet besonders in der Rush-Hour Krieg. Wenn die Bahn hält, wird ohne Rücksicht auf Verluste und aussteigende Personen (warum auch?) in die Bahn gedrängelt

Die Taxifahrer verarschen uns hier regelmäßig

„Haushaltpapier" wie zum Beispiel Toilettenpapier, Taschentücher und Küchenrollen sind unglaublich teuer und kosten fast doppelt so viel wie in Deutschland.

In Bars ist man hier erfreulicherweise sehr großzügig mit dem Alkohol bei Mixgetränken - nicht so wie in Deutschland, wo der Wodka nur mal kurz neben dem Glas stehen darf...

Die Argentinier sind zum Einen sehr langsam in vielen Dingen - Stichwort Einkaufen - und dann wiederum sehr hektisch. Das Problem dabei sind die abrupten Wechsel. Während man eben noch gemütlich saß, heißt es auf einmal, dass wir sofort gehen... okay...

Für uns ist hier alles einfach nur süß - Säfte sowieso, aber auch Dinge wie Brot, bähhh

In Bars / Restaurants kosten alkoholische Getränke oft genauso viel wie Wasser

Ein großes Problem ist Falschgeld. Hier werden sogar 10-Peso Scheine gefälscht, das sind umgerechnet weniger als 2 Euro!

Überall müssen wir hier unsere Adresse, Telefonnummer und sogar Passnummer angeben! Damit meinen wir auch wirklich überall - sogar, wenn man in bar einen Fön kauft oder Medikamente für 4 Euro in der Apotheke

Eine weitere argentinische Eigenart ist das Nummernziehen - sogar in kleinen Tante-Emma-Apotheken wo man der einzige Kunde ist

Weit verbreitet sind auch Supermärkte, die von Asiaten geführt werden. Diese haben zwei Merkmale: zum Einen stinken sie einfach grässlich, wodurch wir dort nur abgepackte Dinge wie zum Beispiel Getränke kaufen, aber eben niemals Wurst, Käse oder andere frische Lebensmittel. Zum Anderen sind sie unglaublich günstig. Und kürzlich haben wir dann auch den Grund erfahren: die verkaufen Diebesgut.

Interessant sind auch die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Noch sind wir nicht sicher, ob es wirklich staatlich verordnet ist oder nicht... Da gibt es zum Einen die Portiers, die den ganzen Tag wirklich nur herumsitzen und schauen, was so alles in dem Haus passiert - was für ein langweiliger Job! Ein anderes Beispiel stammt aus unserem Lieblings-Elektroladen. Erst einmal stehen jedes mal, wenn wir dort hereinschauen, geschätzte 5-6 Verkäufer in Gruppen herum. Nun wollten wir eines Tages einen Fön kaufen. Also ab in den Laden und zu den Fönen (?). Da wir nirgends ein Preisschild entdeckt haben, fragten wir einen Verkäufer (Nummer 1). Dieser gab bereitwillig Auskunft und wir trafen unsere Kaufentscheidung. Nun sagten wir Verkäufer Nummer 2, welchen Fön wir gerne kaufen möchten. Dieser ging mit uns zu einem Computer und nach Angabe von Wohnort, Telefonnummer und Passnummer (der Preis war ca. 20 Euro und wir zahlten in bar!) gab er uns 2 Zettel und wir sollten uns an der Kasse anstellen. Dort bezahlten wir bei Verkäufer Nummer 3. Diese gab uns dann 3 Zettel und wir gingen zur Warenausgabe. Verkäufer Nummer 4 nahm die Zettel entgegen. Kurz darauf kam Verkäufer Nummer 5 mit unserem Fön aus dem Lager (unteres Geschoss) und stand auf der Treppe. Zwischen ihm und der Warenausgabe war nun eine Lücke von 5,6 Metern. Für diesen Weg gab es Verkäufer Nummer 6, welcher den Fön dann weitertransportierte. 6 Verkäufer für einen Fön - wer hat mehr zu bieten?        Kürzlich wurde uns jedoch aus sicheren Quellen berichtet, was der Grund für den    Angestelltenüberschuss in dem „Fravega"-Elektroladen ist: Das Verkaufen von elektronischen Geräten ist eigentlich nur Tarnung. In Wirklichkeit wird dort Geldwäsche in großem Stil betrieben.

In Argentinien herrscht in Clubs und Bars, zumindest in einigen, Rauchverbot. Nach welchen Merkmalen sich das entscheidet, wissen wir nicht. Noch lustiger ist jedoch, dass in einer Bar das Rauchverbot um 2:30 nachts endet - das macht natürlich Sinn

Vor den Clubs stehen in der Regel keine Schlangen wie in Deutschland. Die Leute stehen hier einfach ungeordnet vor dem Club herum, teilweise in riesigen Menschentrauben von 200-300 Leuten. Und dann wartet man eben, dass man per Zufallsauswahl oder Kontakte vom Türsteher hereingerufen wird - teilweise also sinnloses Warten von mehreren Stunden. (Das haben wir bis jetzt noch nicht gemacht)

Nach Erzählungen unserer argentinischen Freunde und Freundinnen und laut eines „Stern"-Artikels sind die zahlreichen Motels / Stundenhotels eine argentinische Erfindung und in diesem Sinne auch nur hier anzutreffen. In Argentinien zieht man generell sehr spät aus dem Elternhaus aus und somit benötigen gerade die jungen Leute Rückzugsmöglichkeiten. Diese Stundenhotels sind in der Regel alle mit privaten Zugang zum Zimmer ausgestattet (alles sehr diskret) und oft als Themenräume (Griechenland, antikes Rom, Höhle...) eingerichtet. Und zahlen tut immer der Mann. Interessante Geschäftsidee für Deutschland...

So, das wars erstmal wieder von uns, wir gehen jetzt shoppen!

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Sonntag, 13.09.2009 Nicht mehr ganz so lost in Bs. As.!

Das letzte Wochenende - Tigre...

Für unsere Wochenende haben wir uns vorgenommen mal nach Tigre zu fahren. Tigre ist eine Stadt in der Provinz Bs. As. und ca 30 km von Capital Federal Bs. As. entfernt. (Es gibt also zum einen die Stadt Bs. As. - Capital Federal - und drumherum ist die Provinz Bs. As.). Tigre wurde uns schon von anderen Austauschstudenten empfohlen und auch unsere Reiseführer sagt, dass man den Puerto de Frutos unbedingt sehen muss. Also ging es ab zum Bahnhof wo wir für die einstündige Fahrt mit der Eisenbahn zusammen 2,70 $ zahlten - das sind immerhin 48 Eurocent! (Ich hoffe ein Mitarbeiter der deutschen Bahn liest das!). Dort angekommen machten wir uns also auf den Weg durch ein kleines, touristenüberfülltes aber gepflegtes Städtchen vorbei an einem Freizeitpark und einem Casino (müssen wir unbedingt mal hin!) zum Puerto de Frutos. Wir haben diesen Namen wörtlich übersetzt mit Hafen der Früchte und uns mit unserer jugendlichen Naivität darunter einen Markt mit vielen Obst- und Gemüseständen vorgestellt. Nun ja, dem war leider nicht so. Uns erwartete ein doch recht großer Ramsch- und Kitschmarkt. Wir waren enttäuscht und wollten als Aufmunterung dann Schokoerdbeeren essen - und was war? Richtig, sie haben nicht geschmeckt. Also haben wir uns am Wasser in ein Café gesetzt und Hauswein sowie Empanadas bestellt. Die Location war auch sehr schön - direkt am Wasser und dazu Musikanten, aber dafür war der Rest schlecht.... Also ging es leicht enttäuscht wieder zurück.

ohne Worte...

noch mehr....

immerhin ein Obststand!

sah leckerer aus als es war...

Ja der Hafen war wirklich sehr sehr schön! (Wenigstens etwas!) 

... und Plaza Francia

Am Sonntag machten wir uns dann auf und schauten uns den Plaza Francia an. Dort findet an jedem Sonntag eine Art Kunstmarkt statt und trotz der schlechten Erfahrung vom Vortag machten wir uns auf den Weg. Dieser Markt bestand weniger aus Ramsch und mehr aus Kunst, sodass es wirklich Spaß machte zu bummeln. Und dann gab es da noch kleine Hundewelpenin die sich Meli sofort verliebte. Zum Glück konnte ich sie weiterziehen und wir leben immer noch ohne Hund in unserer Wohnung. Danach gab es erstmal nen Hot Dog...

sieht zwar nicht so einladend aus, ist aber wirklich sehr schön!

Klischeebild

 

Unser Studentenvisa - Part 1

Der erste Schritt in Richtung Studentenvisum ist das argentinische Führungszeugnis. Also haben wir diese Woche beschlossen, dieses Problem in Angriff zu nehmen. Da sich unsere Spanischkenntnisse - speziell was bürokratisches Spanisch betrifft - immer noch auf einem übersichtlichen Niveau befindet, fragten wir einen argentinischen Freund ob er uns nicht begleiten will. (kleine Anmerkung am Rande - Spanisch ist die Sprache die in Spanien gesprochen wird, d.h. wir lernen hier Castellano). Also trafen wir uns alle zusammen um 10 Uhr deutsche und 10:30 Uhr argentinische Zeit bei der Immigrationsbehörde. Die komplette Empfangshalle war komplett voll mit Leuten sodass wir uns gedanklich schon einmal auf längeres Warten einrichteten. Wir machten unserem argentinischen Begleiter schnell klar, dass wir Korruption gegenüber aufgeschlossen sind - solange es zu unserem Vorteil ist (Stichwort Wartezeit). Der winkte jedoch ab und obwohl sich das Ende unserer Schlange auf dem Bürgersteig befand waren wir doch sehr schnell (ca. 30 Minuten) am Schalter angekommen. Die nette Dame teilte uns jedoch mit, dass wir als Deutsche an dieser Stelle falsch wären und wir zu einer anderen Stelle müssten. (Eine Woche vorher hat unsere französische Freundin genau dort ihr Führungszeugnis bekommen, aber Europa ist eben nicht gleich Europa...). Also ging es mit dem Taxi zur angegebenen Stelle. Wieder in eine Schlange anstellen und warten. Dies ging erstaunlicherweise ohne Nummern ziehen, dafür waren jedoch - natürlich - die Flughafen-Absperrbänder gezogen. Während wir in der Schlange standen, kontrollierte ein Mitarbeiter mit Mundschutz und Handschuhen die Vollständigkeit unserer Papiere (Pass, Kopien der ersten Seiten sowie des Einreisestempels). Da wir wohl die einzigen europäischen bzw. überhaupt die einzigen Nicht-Spanisch-Muttersprachler waren durften wir ungefähr 6 Leute vor uns überspringen und wurden direkt zu einem englischsprachigen Mitarbeiter geschickt. Zuvor mussten wir noch die Gebühr (40 Peso wenn man es innerhalb von 8 Stunden haben möchte) zahlen und los gings. Zuerst die Geburtsnamen der Eltern angeben (Wozu???) und dann noch Fingerabdrücke aller Finger. Dann bekamen wir einen Abholzettel in die Hand gedrückt und schon waren wir draußen. Das hat also schon mal gut geklappt. Auch das Abholen ging reibungslos und ohne warten. Jetzt warten wir also auf den 21. September, dann haben wir unseren Termin bei der Einwanderungsbehörde.

Da sind sie, unsere Fürhrungszeugnisse. Und durch das Bestechungsgeld auch ohne Eintrag. (Puhhh...)

Chinatown!!!

Unser erster Beusch in Chinatown! Dieses "Viertel" ist in Bs. As. zwar etwas klein ausgefallen (vielleicht allen in allem 1,5 Blocks), aber trotzdem haben wir dort bestimmt 4 Stunden verbracht...

Das "Eingangsportal"...

Sieht es in China auch so aus???

Warum verkaufen die Chinesen überall nur Kitsch und Ramsch?

und Sojasauce in 5-Liter-Kannistern...

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Samstag, 05.09.2009 Dekadent in Argentinien!

Damit ihr seht dass es uns auch wirklich hier sehr gut geht, die Fotos unseres Abendessens des letzten Wochenendes:

Wir ihr seht gab es Sushi (sehr sehr lecker und dazu wirklich günstig!) und dazu Champagner... Immerhin sind wir reiche Europäer und müssen auch dementsprechend leben! ;-)

Nein, im Ernst: hier trinken alle Champagner, der kostet hier ungefähr soviel wie Sekt bei uns.

 Am Samstag waren wir dann zu einem Asado - typisch argentinisches Grillen - eingeladen. Davon gibt es leider keine Photos aber glaubt uns - sehr lecker! Das I-Tüpflelchen war dann noch die Location - man kann sich daran gewöhnen von der Dachterrasse im 13. Stock auf die Stadt zu schauen und Champagner zu trinken...

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