Tango, Steak, Christin und Melanie – das kann nur Buenos Aires sein!

Auslandssemester in Buenos Aires

Dienstag, 19.01.2010 Brasilien - Sonne, Strand & Meer! Und sonst?

Unsere grosse Reise ging also los Richtung Brasilien. Nachdem wir am Tag vor Abflug unsere Reisekrankenversicherung auch endlich abgeschlossen hatten, konnten wir uns frohen Mutes aufmachen und mussten somit auch keine Angst vor moeglichen Beinbruechen haben. Erster Stop war somit São Paulo. Zu São Paulo gibt es an sich nciht viel zu sagen, ausser dass es eine typische suedamerikansiche Grossstadt ist mit ueber 16 Millionen Einwohnern -  als Stadt nicht besonders huebsch und auch nicht besonders sehenswert. Anzumerken ist jedoch, dass wir schon am 1. Tag zweimal das Gefuehl hatten, fast ausgeraubt zu werden, was die Geruechte ueber die Kriminalitaet Brasiliens bestaetigt.

Nachdem wir nun schon angefangen hatten, jeden Tag ganz landestypisch einen Caipirinha zu trinken, ging es nach Erkundung São Paulos Nachtlebens nach Rio de Janeiro, wo wir schon bei Ankunft mit tropischen Temperaturen empfangen wurden. Auch hier machte sich bereits am 1. Tag die Panik vor typischen Turidiebstaehlen breit, als wir auf dem Rueckweg vom Busbahnhof mehrfach von einzelnen Jugendlichen um Geld gebeten und ca. 50 Meter verfolgt wurden. Wie ihr aber alle sehen koennt, leben wir noch und es geht uns gut. Geld haben sie uns gluecklicherweise dann auch nicht abgenommen. Um diesen aufregenden Tag auch genuesslich ausklingen zu lassen, ging es in das Nightlife-Viertel “Lapa”, wo jeden Freitag eine riesige Strassenparty stattfindet. Dies konnten wir uns natuerlich nciht entgehen lassen, da wir – was fuer ein Zufall – genau an einem Freitag ankamen. An diesem Abend kam definitiv Karneval-Feeling auf, da auf den Strassen Menschenmassen unterwegs waren und vor Bars und Clubs feierten.

Nach ca. 3 Stunden Schlaf hiess es am darauffolgenden Tag wieder einmal “frueh aufstehen”, denn auf uns wartete ein ganzer Tag voll gepackt mit Turi-Highlights: Zuckerhut, Christusstatue, Kathedrale...

Nach soviel kulturellem Wissensgewinn mussten wir unser Gehirn natuerlich wieder etwas entleeren und somit kam ein Strandtag wie gerufen. Auf ging es zum weltbekannten Strand “Ipanema” – schoener Sand, unglaubliche Wellen (Gefahr vorm Ertrinken ist durchaus vorhanden) und massenhaft Leute. Dennoch sehr entspannend...

Den Kontrast erlebten wir dann spaeter, als wir uns zu einer Favela-Tour entschlossen hatten, um auch die andere Seite Rios kennenzulernen. Was fuer ein himmelweiter Unterschied – eine sehr interessante Erfahrung.

 

2 Tage spaeter war das naechste Ziel “Salvador de Bahia”. Angekommen nach 29-stuendiger Busfahrt von Rio de Janerio aus, schmissen wir auch gleich unsere gesamte weitere Reiseplanung fuer Brasilien ueber den Haufen: Belém und somit das Ende des  Amazonas wird ausgelassen, genauso wie São Luis. Kosten-/Nutzenplanung hat wohl nicht ganz hingehauen. Somit haben wir uns entschlossen, einfach laenger in Salvador zu bleiben, ganz nach dem Motto: “Hier wirds schon was zu sehen geben!”

 

Schnell wurde uns aber klar, dass das Einzige, was es in Salvador wirklich zu sehen gibt, Straende sind,wodurch es unglaublich schwierig wurde, die Zeit totzuschlagen. Wir haben es dennoch irgendwie hinbekommen – unter anderem durch Bootsausfluege auf “tropische” Inseln, den Besuch eines Riesenschildkroeten-Reservats und Restaurants, wo die Stuhlbeine im Wasser stehen.

Nun sitzen wir hier im Internetcafe am Flughafen von São Paulo und machen uns in nunmehr 8 Minuten auf zum Busterminal, um unsere 2 bis 3-taegige Reise nach La Paz/Bolivien anzutreten.

 

Hasta luego!

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Montag, 04.01.2010 Silvester auf argentinisch

Nachdem wir unseren Strandurlaub doch nicht wie geplant zu Weihnachten gemacht haben, machten wir uns am 30. Dezember auf den Weg um das erste Mal Silvester am Strand zu verbringen. Also hieß es gegen 4 Uhr (ja richtig, morgens!) aufstehen um den Bus um 6 Uhr ins 5h entfernte Mar del Plata zu nehmen. Dort angekommen, machte sich eine gewisse Enttäuschung breit - das Wetter war leider doch nicht so gut wie erhofft. Aber egal- es war Strandurlaub angesetzt also hieß es Bikini an und ab an den Strand. Dort blieben wir dann auch den kompletten Tag bevor wir uns aufmachten um abends das Nachtleben zu erkunden. Tja, leider haben wir uns nur auf etwas andere Temperaturen eingestellt - nachts wurde es auch aufgrund des starken Windes ziemlich kalt und wir beide hatten nur eine dünne Strickjacke mitgenommen... Aber davon ließen wir uns nicht abhalten und los gings zur Barmeile. Leider wurden wir vom dortigen Sex on the Beach bitter enttäuscht - der war unglaublich schlecht und wirklich in keiner Weise mit dem vom Puerto Zuelo zu vergleichen ;-). Am nächsten Tag ging es dann wieder an den Strand - zumindest einige Stunden bis es durch fehlende Sonne und starkem Wind nicht mehr auszuhalten war. Abends standen wir dann vor unserer Abendplanung, immerhin war ja Silvester. Das Hostel bot eine Strandparty ab 2 Uhr nachts an (Argentinier feiern Silvester immer mit der Familie und gehen erst danach mit Freunden feiern) und so trugen wir uns frohen Mutes in die Liste ein... Kurz vor Mitternacht ging es dann an den Strand um dort das Feuerwerk bei einer guten Flasche Sekt zu 10 Peso (ca. 1,80 € vom Kiosk...) zu bestaunen. Tja, das kam dann auch, nur konnten wir es aufgrund der mangelnden Sicherheitsbestimmungen nicht so ganz genießen. Ich denke in Deutschland sind sowohl die Sicherheitsstandards bei Feuerwerkskörpern als auch das prinzipielle Bewusstsein der Gefahr stärker ausgeprägt. Nun ja, überraschenderweise starb niemand und so ging es dann zurück ins Hostel. Dort machten wir dann die nächste Erfahrung (gut, wir hätten es wissen müssen) - wenn in Argentinien  etwas geplant ist, heißt das noch lange nicht, dass es auch passiert! Also fiel unsere Strandparty aus und mit ihr auch gleich der nächste Strandtag, nachdem es am 01. Januar regnete.

 

 

Für die Interessierten unter euch, hier unsere geplante Reiseroute naqch Brasilien und Bolivien:

Unser Reiseplan:

05. Januar: abends Flug von BA nach Sao Paulo

06./07. Januar: Sao Paulo

08.-12. Januar: Rio de Janeiro

13. Januar: Salvador de Bahia

14./15. Januar: Sao Luis

16.-18. Januar: Belém und Flug zurück nach Sao Paulo

19.-21. Januar: irgendwie von Sao Paulo / Brasilien nach La Paz / Bolivien - ca. 2400 km (im Bus...)

22. Januar: La Paz

23. Januar: Titicacasee

24. Januar: Fahrt nach Uyuni

25.-27. Januar: 3tägige Tour Salar de Uyuni

28./29. Januar: Potosi

30./31. Januar: Santa Cruz

01. Feburar: BA

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Donnerstag, 24.12.2009 IGUAZU - wir habens doch noch geschafft :-)

Nachdem in Buenos Aires angesichts konstanten 30 Grad, unglaublich hässlichem weil kitschigem Weihnachtsschmuck, fehlender Last-Chrismas-Dauerbeschallung und ohne Familie nicht so wirklich Weihnachtsstimmung aufkam, entschieden wir uns die Weihnachtsfeiertage wegzufahren. Nach einigem Hin und Her fiel die Wahl dann doch auf die Iguazu-Wasserfälle, was eigentlich schon seit Monaten geplant war. Doch nicht einfach gesagt -getan. Erst das vierte Busunternehmen hatte Erbarmen mit uns und auch noch freie Plätze, sodass wir dann doch noch loskonnten. Also ging es am Abend des 23. Dezembers los und nach 18 Stunden kamen wir dann endlich auch in Iguazu an. Unser Zeitplan war knapp und somit ging es direkt nach der Ankunft und mit einer weiteren Deutschen, die wir im Hostel kennerlernten auf zur brasilianischen Seite der Wasserfälle. Da die Wasserfälle größtenteils auf argentinischer Seite liegen, reichten uns 1,5 Stunden für die Besichtigung vollkommen aus. Der kurze Brasilien-Ausflug lohnte sich aber in jedem Fall, denn nur von dort bekommt man einen schönen Panoramablick auf die Cataratas. Dekadent wie die Reichen aus der ersten Welt sind, mieteten wir uns für unseren Ausflug nach Brasilien natürlich ein Taxi welches uns um 18 Uhr wieder abholen sollte... Dieses kam dann auch mit einer halben Stunde Verspätung, nachdem der Park bereits geschlossen wurde und wir außer einem Sicherheitsmann die einzigen Anwesenden waren...

 Am nächsten Tag ging es dann auf zur argentinischen Seite. Diese ist insofern beeindruckender, als dass man direkt an die Fälle herankommt und somit dieses imposante Naturschauspiel aus nächster Nähe beobachten kann. Somit wurden auch hier wieder Hunderte von Fotos geknipst, um die Reise auch schön sorgfältig zu dokumentieren. Strammen Schrittes wanderten wir also auch an diesem Tag alle vorhanden Wanderwege ab, um auch ja nichts auszulassen. Das Highlight war jedoch definitiv ein kurzer Bootsausflug unter die Wasserfälle, wobei wir beide so ziemlich vollkommen durchnässt wurden. Das war es aber auch auf jeden Fall wert. Nach schließlich insgesamt 5 Stunden Besichtigungstour und einem Eis, was wir uns als Belohnung gönnten, ging es wieder zurück zum Hostel, denn der Bus Richtung nach Hause wartete schon. Eine äußerst komfortable Busfahrt bei Nacht ließ den Urlaub auf eine angenehme Art und Weise ausklingen, da der Schlaf in den vorangegangenen Tagen eher zu kurz kam. Frohen Mutes machten wir uns angekommen in Buenos Aires auf den Weg nach Hause, um auch schon den nächsten Trip an die Küste zu planen.

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Donnerstag, 03.12.2009 Natur ist echt krass - Trekking durch Patagonien

Jetzt habt ihr so lange nichts mehr von uns gehört, aber nun erfahrt ihr auch warum: vom 03.12. bis zum 17.12. sind wir zusammen mit Hanka (kennt ihr ja auch schon) 2 Wochen nach Patagonien gefahren.

Soviel können wir schon mal vorwegnehmen - die Reise war unglaublich!

Los ging es nach 2 h Schlaf und morgendlichem Kofferpacken nach Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt. Bereits vor der Reise haben wir unsere deutschen Wurzeln wiederentdeckt und einen Reiseplan ausgetüftelt, an den wir uns auch überraschenderweise gehalten haben... Somit ging es gleich nach der Ankunft mit dem vollgestopften Turi-Boot Robben und Pinguine angucken.

Leider hält das Wetter in Ushuaia nicht das, was es verspricht, da es sich (wirklich!) ca. alle 30 Minuten ändert und Wetterberichte daher unbrauchbar sind. Dies zeigte sich nicht nur während der Bootstour, als durch ein heftiges Unwetter mehrere Leute seekrank wurden, sondern auch in den darauffolgenden Tagen.

Davon ließen wir uns jedoch nicht abschrecken und somit ging es in den nächsten Tagen in den Nationalpark sowie zum Gletscher. Dabei ist uns erneut aufgefallen, welche Vorteile wir aufgrund unseres argentinischen Studentenstatus genießen dürfen - nicht nur, dass wir für die Flüge nur die Hälfte zahlten, auch der Eintritt in den Nationalpark verringerte sich von 50 auf 4 Peso. Und das sollte auf der gesamten Reise nicht das letzte Mal sein, dass uns das passierte.

 Dann ging es planmäßig am Abend des 05.12. per Flugzeug nach El Calafate. Und wie das so ist, wenn man in den Norden reist - das Wetter wird sonnig und schön... zumindest auf der anderen Hälfte der Erdkugel. Das Highlight El Calafates ist der Perito-Moreno-Gletscher, welchen wir auch gleich besichtigten. Dazu braucht man keine großen Worte, die Bilder sagen eigentlich alles aus. Nur soviel: auf dem ersten Boot waren natürlich nur Deutsche, es gab für UNS Whisky mit Gletschereis und insgesamt gab es bestimmt 2 km Wanderwege in diesem Teil des Nationalparks...

 Dann verließen wir unser geliebtes Argentinien und machten uns auf zum chilenischen Nationalpark „Torres del Paine" (sehr freie Übersetzung von uns: zu den Türmen der Schmerzen). Dort wollten wir uns dann selber auf die Probe stellen und eine zweitägige Trekkingtour machen. Die ganz Harten machen das 10tägige „Q", aber wir hatten ja leider ein volles Programm, sodass wir diese Zeit nicht hatten...

Aber auch diese 2 Tage hatten es in sich. Zwar musste keiner von uns bis an die Grenzen gehen, aber dennoch waren es wahrscheinlich für jeden die wohl anstrengendsten zwei Tage seines Lebens. Dies lag jedoch nicht nur an der körperlichen Anstrengung, sondern auch an der miserablen Nacht, die wir in einer der zahlreichen Campinganlagen des Nationalparks über uns und ergehen ließen. Am ersten Tag sind wir 18,5 km gelaufen, davon 7,5 km mit vollem Gepäck. Am zweiten Tag 17,5 km, davon wieder 7,5 km mit vollen Gepäck, die anderen 10 km war eine reine Felsenkletterung streng bergauf inklusive einmaligen Verlaufen... Zum Essen gab es Haferflocken mit Milchpulver und Bergquellwasser und getragen wurden die stinkenden Sachen vom Vortag um nicht unnutzes Gewicht mit umher zuschleppen.

Auf der Rückfahrt in heimische Gefilde wurden dann die ersten Reiseverluste festgestellt: Hankas Brille und auch deutsche Haribos zählen zu den härtesten Verlusten. Die chilenische Grenze überquerten wir ohne Probleme, nur auf der argentinische Seite war das (argentinsiche) Studentenvisa völlig unbekannt, sodass wir die beiden Zollschalter für 20 min zur Freude unserer Mitreisenden blockierten, während die Zollbeamten sich das 3-seitige Visum verständnislos ansahen....

Am nächsten Tag machten wir einen Tagesausflug ins nur rund 220 km entfernte El Chalten. Dieser „Ort" besteht mehr oder weniger aus Nichts außer Landschaft und Hotels. Leider konnte uns die eigentlich sehr schöne Umgebung nach den Eindrücken aus Torres del Paine nicht mehr richtig begeistern. Und wir machten die Erfahrung, wie klein die Welt ist: wir trafen in genau diesem Ort eine deutsche Austauschstudentin von der UADE...

 

Von El Calafate machten wir uns dann auf nach Bariloche. Das sind ca. 1900 km Straße - und welches Fortbewegungsmittel nimmt man bei solchen Strecken? Genau, den Bus. Also ging es mit einem normalen Reisebus und 3 Tüten Proviant auf eine 32-stündige Reise durch das landschaftliche Nichts. Die Ruta 40 ist zum größten Teil nicht asphaltiert, was zu einer Durchschnittgeschwindigkeit von 30 - 40 km/h führt, sodass man genug Zeit hat, das Nichts zu sehen. Es ist beeindruckend und für europäische Verhältnisse unvorstellbar,  dass man tatsächlich stundenlang weder eine landschaftliche Veränderung noch menschliche Zivilisation feststellen kann.  

In Bariloche dann wieder eine komplett neue Landschaft - diesmal von wunderschönen Seen bestimmt. Also mieteten wir uns mal wieder ein Auto an, um die nähere Umgebung von Bariloche zu erkunden und am nächsten Tag die" Ruta de los siete Lagos" abzufahren. Von Bariloche ging es dann im Bus und nur in einer 14-stündigen Busfahrt nach Bahia Blanca. Während dieser Fahrt war uns sogar ein Entertainment-Programm gesichert. Neben Filmen wurde sogar ein Bingo-Spiel organisiert, welches Melanie haushoch gewonnen hatte. Die Gewinnprämie war eine Flasche argentinischen Weißweins, ein ganz edler Tropfen also. Angekommen in Bahia Blanca entschieden wir uns für einen Strandtag und damit für den einzigen Erholungstag während der 2-wöchigen Reise und fuhren somit zum nur 100 km entfernten Strand... Am Abend ging es dann wieder nach Hause, auf das wir uns trotz wunderschöner Eindrücke doch wieder freuten...

 

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Montag, 26.10.2009 Cordoba - eine Reise, in der wir sogar über den Wolken geflogen sind!

Nach reichlicher Überlegung (nämlich nach genau 5 min) hatten wir uns Donnerstag Nachmittag dazu entschlossen, nach Cordoba zu fahren - eine Stadt ca. 800 Km von Buenos Aires entfernt. Gelegen kam uns dabei, dass unsere Vorlesung am Freitag Morgen ausgefallen ist  ;-) und unserem Trip daher nichts mehr im Wege stand. Somit ging es nach Spanischunterricht ,Packerei und einem einstündigen Abstecher ins Kilkenny, unserem Stamm-Pub um die Ecke, um 00:30 Richtung Bahnhof, wo der Bus auch schon auf uns wartete. Zum Thema Bus: Die Reisebusse in Argentinien unterscheiden sich massiv von denen in Europa. Für einen geringen Aufpreis kann man es sich im Bus auf einer ledernen Liege gemütlich machen, die man bis zu 180 Grad runterklappen kann. Inbegriffen sind weiterhin Abendessen und Frühstück, alkoholische und analkoholische Getränke - frei nach dem Motto "all-you-can-drink".

Das haben wir uns natürlich nicht zweimal sagen lassen und schon buchten wir die "teurere" Variante, die immerhin 10 € mehr kostete und ließen es uns gut gehen während der 8-stündigen Fahrt:

Angekommen in Cordoba ging es dann sofort zum Hostel, wo wir wirklich mit offenen Armen empfangen wurden. An dieser Stelle nochmal vielen lieben Dank an das Hostel "Morada" - tolle Leute und viele Freizeitangebote für die Gäste.

Unseren ersten Tag in Cordoba begannen wir mit einer Sightseeing-Tour im typisch argentinischen Turi-Bus ;-)

Nachdem wir uns auf diese Weise einen ersten Überblick über die Stadt verschaffen konnten, ging es nun zu Fuß auf Entdeckungstour. Dabei bekamen wir nicht nur tolle Denkmäler und andere schöne Sehenswürdigkeiten Cordobas von Nahem zu Gesicht,

sondern leider auch einige sehr hässliche, neumodische Plätze, deren architektonische Beschaffenheit uns nicht sehr beeindruckte:

Doch trotz zu Anfang noch unbeschreiblich schönem Wetter und bei knapp 33 Grad ließen wir es uns dennoch auf dem Bus gut gehen und tankten ein wenig Sonne:

Später jedoch wurden die 38 Grad bei prallender Sonne dann doch etwas zu viel. Wir gaben dennoch nicht auf und erkämpften uns den Weg durch Cordobas Hitze, um die Stadt besser kennenzulernen. Im Hostel gegen Abend angekommen trafen wir dann auf alle anderen Backpacker und bereiteten gemeinsam ein typisch argentinisches BBQ (Asado) vor. Während ein Hostelmitarbeiter gerade mit dem Krautsalat beschäftigt war und das dafür notwendige Kraut schnippelte, lies er verlauten, dass er zur Verfeinerung nur Senf vorgesehen hatte. Als sie das hörte, stellten sich bei Meli alle Nackenhaare auf, woraufhin sie darauf bestand, den Salat selbst zu machen. Der Hostek-Typ hatte nichts dagegen und wollte der Deutschen die Möglichkeit geben, sich zu beweisen. Meli fing somit an, sich an dem Salat zu vergehen, nahm jedoch anstatt von normalem Essig, aus Versehen Apfelessig in die Hand und schütete diesen in den Salat. Danach war er jedoch ungenießbar. Nachdem wir beide versuchten, das Dressing mit allen möglichen Zutaten, die die Hostelkücke hergab, zu retten und merkten, dass das leider wirklich nichts mehr wird, schnappten wir uns den Salat, und warfenihn in den Mül, um auch alle Beweise zu vernichten. Die Lösung: Es gab nie einen Salat!

Am nächsten Tag ging es gleich in der Früh nach "Villa General Belgrano", einem von Deutschen gegründeten Dorf in den Bergen der Provinz Cordobas zur der Zeit des 2. Weltkrieg. Großes Event ist jedes Jahr das Oktoberfest. Dies wird hier ähnlich wie in München bei uns in der Heimat mit viel Bier und deutschen Schlagern gefeiert, wohin auch jedes Jahr zehntausende Argentinier und Touristen kommen:

Nach Erkundung dieses sehr turistisch geprägten Dorfes machten wir uns auf, die Natur zu erkunden. Diese "Wanderung" endete jedoch abrupt nach ca. 30 Minuten, nachdem wir in circa 20 Meter Entfernung einen Mann mit etwa 10 Hunden und einem Gewehr in der Hand gesichtet hatten:

Nach einem Eis, was wir uns nach diesem anstrengenden Ausflug gegönnt haben, machten wir uns auf den Weg zum "Busterminal" von Villa General Belgrano und setzten uns in den Bus Richtung Cordoba, in dem außer uns Beiden kein anderer Passagier Platz nahm und wir somit freie Sitzauswahl hatten:

 

Spontan entschlossen wir uns dazu, am nächsten Tag ganz waagemutig zu sein und "Paraglyding" auszuprobieren. Folglich hieß es am Morgen gegen 8 Uhr aufstehen, umd auf den Anruf des Tandem-Profs zu warten, der Bescheid geben wollte, ob das Wetter passt. Dies tat er dann auch, woraufhin uns die Angestellte des Hostels sagte, dass wir in 15 Minuten am Busterminal Cordobas sein müssten, da der Bus dann abfahren würde. EIn weiteres Mal genervt von wieder einer typisch argentinischen Hau-Ruck-Aktion zogen wir uns schnell um und mussten ohne sich auch nur einmal in Richtung Badezimmer bewegt zu haben, das Hostel verlassen. Angekommen am Busbahnhof erfuhren wir zu unserer Erleichterung, dass der Bus erst in einer halben Stunde abfahren würde und wir somit genug Zeit zum Zähneputzen und Fertigmachen in der Bahnhofstoilette hätten.

Nach einer gut 2-stündigen Fahrt wurden wir in "La Cumbre", einem eher wenig aufregenden Dorf in den Gebirgen der Provinz Cordoba, von einem der Paraglyding-Leher in Empfang genommen. Dieser verkündete uns jedoch leider gleich, dass aufgrund zu starkem Wind das Fliegen zu diesem Zeitpunkt nicht möglich sei und wir uns gegen 16 Uhr dort wiedertreffen, da der Wind am Nachmittag meist ruhiger ist. Nicht gerade gut gelaunt nahmen wir einen weiteren Bus nach "Los Cocos", nur circa 15 Minuten entfernt und begaben uns dort in den doch in der Gegend relativ bekannten "Park".

Nicht nur grichische Skulpturen...

...und kitschige Blumenbeete zierten den Park, sondern auch ein Labyrinth, was natürlich sofort unser Interesse weckte. Nach zunächst abfälligen Bemerkungen unsererseits über dieses doch "lachhafte" labyrinth, begaben wir uns zu Zweit darein und kamen erst nach 45 Minuten wieder heraus, da der Weg aus dem Labyrinth anscheinend doch nicht ganz so leicht war, wie von uns angenommen.

Aufgabe: Sucht im unterstehenden Bild die Meli! (Sie ist auf jeden Fall da... Im nächsten Eintrag gibts die Auflösung. Lösungsvorschläge bitte über Kommentare)

Nach erfolgreicher Bezwingung des Labyrinths ging es zurück nach La Cumbre, wo wir dnan glücklicherweise schon vor verabredeter Zeit auf unseren Paraglyding-Lehrer traffen und uns sogleich zum "Flugplatz" mitnahm. Da wir beide keine Sportschuhe dabei hatten, machtesich Meli aufgrund ihrer ihr zu großen Ballerinas Sorgen, dass diese in der Luftvon ihren Füßen gleiten und somit in den Abgrund fallen könnten. Unser Leher hatte prompt eine Lösung: Melis Schuhe wurden einfach mit dickem Tesa-Film an ihre Füße geklebt,was in der nächsten Saison definitiv DER Modetrend Argentiniens wird:

Dann ging es auch schon in die Luft. Leider können wir euch dieses Gefühl nur mit einem Wort und vielen Bildern beschreiben: Unglaublich!!!

 

 

Christin mit ihrem Lehrer

Meli mit ihrem Lehrer

Wir beide waren danach unglaublich glücklich und haben das Lachen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen!

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